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Kaffee mit Kängurus am Fuße des höchsten Berges Australiens — Mount Kosciuszko

Vor ein paar Tagen waren wir im Nationalpark am Fuße des Mount Kosciuszko, dem höchsten Berg Australiens. Ok, die 2.228 Meter sind nicht absolut überragend selbst für Alpenländler wie wir aus Bayern. Die Höhenmeter haben wir dann auch schnell gemacht. Aber der Gipfel, der sich hier nochmal gut 1.000 Meter über die Hochebene der Snowy Mountains reckt, befindet sich damit bereits oberhalb der Baumgrenze.

Als wir uns die möglichen Routen am Vortag gemütlich ansehen, haben wir beim Kaffee viele neugierige Besucher: Kängurus, die hier gar nicht scheu sind.

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Frühstück am Mount Buffalo im Rail Trail Café

Hier oben in den Snowy Mountains zieht der Herbst langsam ein, die ersten Blätter verfärben sich. „Indian Summer“ Down Under am Mount Buffalo.

Daneben: ein kleiner Ort. Hätten wir vielleicht garnicht beachtet, wenn wir nicht dringend wieder einen guten Barista-Cappuccino gebraucht hätten. Und wir landen — in Porepunkah im Rail Trail Café! Wirklich immer einen Stopp wert, der Kaffee ist wunderbar und die Dattel-Scones sind die besten, die wir bisher genießen durften! Und die Ruhe, denn der Ort liegt etwas ab von der Great Alpine Road.

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Melbourne: Die größte Stadt Down Under

Vorher noch an der südlichsten Küste, ein paar Tage entlang der Great Ocean Road und ins Hinterland. Zwölf Apostel.

Dann aber Queen Victoria Market, und dahinter die Skyline. Die große Nationalgalerie. AC/DC Lane. Yarra River. Die State Library: die erste kostenlose Bibliothek Australiens. Fünf Tage in der größten Stadt Down Under: ein Fünftel aller Australier wohnen hier, 140 Nationen — Melbourne.

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Coop’s Shot Tower: Im Herzen Melbournes

Coop’s Shot Tower: Im Herzen Melbournes, heute integriert in das Einkaufszentrum Melbourne Central — gebaut um den 50 Meter hohen alten Tower von 1889, für den extra ein über 80 Meter hoher Glasturm angelegt wurde.

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Kimba: Halfway accross Australia!

Kimba! Nein, nicht der weiße Löwe — kennt Ihr den noch? In der kleinen gleichnamigen Ortschaft steht ein acht Meter großer Galah. Und: der Ort sagt von sich, auf der Mitte der Australischen Ost-West-Achse zu liegen. Seit dem Start in Perth waren es für uns bis hierher 3.500 Kilometer, mit den kleinen Abstechern.

Täglich geht es streng nach Osten. Heißer Wüstenwind weht uns scharf entgegen, das zweite Banner ist komplett zerfetzt. Jeder Road Train schiebt uns gefühlt einen halben Meter zur Seite. Wegen des schneidenden Ostwindes säuft der Toyo hier 12 Liter, sonst reichen ihm 9. Ausreichend Tankstellen sind jedoch gegeben, spätestens alle 200 km. Die Preise sind goldig: 2,85 Dollar der Liter Diesel. Wir haben aber immer grundsätzlich 40 Liter in Reserve dabei.

Die flache Nullarbor haben wir hier hinter uns und mittlerweile über 40.000 Kilometer Down Under mit dem Toyo erlebt. Im strömenden kalten Regen auf verschlammten Dirt Roads, in tiefen Furten, auf staubigen Pisten in der flirrenden Hitze der Wüsten.

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Schnurgerade durch die Nullarbor Plain immer nach Osten

Die Nullarbor Plain, entlehnt aus dem Lateinischen bedeutet dies kein Baum. Mitten durch der Eyre Highway, benannt wie der größte Salzsee Lake Eyre nach dem Engländer John Edward Eyre, der als erster 1841 einen Landweg von Adelaide nach Albany in West Australien fand. Zuvor war WA nur per Schiff erreichbar.

Ab Norseman verlaufen die knapp 1.700 Kilometer Highway in Richtung Osten nach Port Augusta, seit 1976 vollständig asphaltiert. Da die Reparatur mit dem Feiertag drei Tage länger dauerte, wählen wir nicht die einsame Piste entlang der Bahnlinie. So finden sich Roadhäuser spätestens alle 200 Kilometer, aber wir führen ohnehin 40 Liter Diesel in Ersatzkanistern mit.

Wenngleich das andere meist fotografierte Verkehrszeichen (nein, es ist nicht das obige) noch immer auf eine Straße ohne Zaun hinweist, ist dies mittlerweile nicht mehr korrekt: Nach Norden begleitet durchgängig ein Zaun den Highway in Richtung der Bahnlinie, die parallel etwa 100 Kilometer nördlich verläuft und mit über 2.700 km die Distanz von Port Augusta über Kalgoorlie nach Perth überwindet. Die Service-Straße entlang der Schienen ist jedoch öffentlich befahrbar. Allerdings bietet diese für die Reifen scharfkantige Kalksteine (limestones). Aber es lassen sich auch Teilstrecken fahren. Dann passiert der Outback-Fahrer einige verlassene Bahnsiedlungen. Und die Piste führt ebenso durch das militärische Sperrgebiet Woomera, welches wir bereits von der Nordseite her vom Oodnadatta Track kommend kennen. Hier wurden in den 50er Jahren Atombombentests durchgeführt.

Hinter Balladonia beginnt mit 90 Meilen das längste gerade Straßenstück Australiens, über 145 km ohne jegliche Kurve. Immer geradeaus. Auch das zu Beginn des Abschnittes stehende Hinweisschild (unser Bild oben) gehört ebenso zu den am meisten fotografierten Motiven. Aber Balladonia ist ebenso bekannt geworden durch den Absturz von Skylab am 11. Juli 1979. Zuvor wurde Skylab zwischen Mai 1973 und Februar 1974 im Orbit genutzt und umrundete in gut 1,5 Stunden die Erde. Die Reste der über 75 Tonnen schweren Station schlugen etwa 40 km östlich auf dem Farmgelände der Woorlba Farm ein. Ein kleines Museum wird im Balladonia Hotel geführt.

Bei sehr wenig Verkehr — nur alle 5-10 Minuten begegnet mir ein Fahrzeug, selbst der Stuart war hier deutlich stärker befahren — und malerischem Sonnenuntergang zwischen Road Trains habe ich mein Tagespensum gerade geschafft. Beim starken Gegenwind aus Osten auf der baumlosen Ebene schluckt der Toyo über zwei Liter mehr Diesel als sonst. Tatsächlich werden hier ab Caiguna die Uhren bereits um 45 Minuten vorgestellt in dieser nur etwa 300 Kilometer breiten Zeitzone, daher beträgt die Zeitumstellung heute nach South Australia anschließend nur nochmals 45 Minuten.

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Von Kalgoorlie zurück in den Süden

Der Toyo stand wieder zwei Tage in der Werkstatt: vollständigen Service, unter anderem Bremsscheiben und Beläge vorne und hinten ersetzen. Über 2.300 Dollar. Dafür verbrachte ich in Kalgoorlie nun mittlerweile knapp neun Tage mitunter in dem Palace Hotel — und bin standhaft nicht dem Goldrausch verfallen!

Dabei gibt es genügend Möglichkeiten, hier tiefer einzutauchen. Die Museen und natürlich die Super Pit, die große Mine. Die hatten wir uns beim letzten Stop vor neun Monaten bereits angesehen: 3,5 Kilometer lang, 600 Meter tief. Gigantisch! Um die 14 Tonnen Gold werden hier jedes Jahr ausgegraben — in den besten Jahren auch fast das Doppelte. Wer hat hier zuerst Gold gefunden? Genau, Paddy Hannan: das war 1893. Habt Ihr ja bereits im letzten Blog gelesen.

Heute wird nochmal ordentlich eingekauft, denn ab jetzt geht es eine Woche lang gut 3.000 Kilometer an der Küste entlang Richtung Osten, ein paar kleine Abstecher sind eingeplant. Denn es gibt auch hier ein paar interessante Dinge anzusehen: Lasst Euch überraschen!

So bin ich im letzten Licht der Sonne wieder auf dem Highway Richtung Süden unterwegs bei nur noch 34 Grad, entschleunigt, gemütlich. Mit offenen Fenstern, den Duft der Eukalyptusbäume und die langen Schatten genießen.

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Wieder in Kalgoorlie: Das Palace Hotel

In den letzten Tagen ist endlich die Bullbar am Toyo fertig geworden, die Scheinwerfer sind an neuer Position montiert. Auch die Dämmplatte unter der Motorhaube ist wieder fixiert. Zum offiziellen Service bin ich nun wieder in Kalgoorlie bei Toyota. Die einzige Werkstatt, die einen Service-Termin noch im März anbieten konnte. Gebucht hatte ich freilich bereits Anfang Februar aus Deutschland. Dort kann ich den 4WD auch gleich waschen und aussaugen.

Um das Fahrzeug auszuräumen, habe ich für die Zeit wieder ein Hotel gebucht: das Palace Hotel in der Hannan Street, die über 3 Kilometer lang ist und an welcher die meisten alten Gebäude liegen. Benannt ist die Straße nach Paddy Hannan, der hier 1893 Gold fand. Das historische Hotel liegt im Herzen Kalgoorlies und öffnete nur vier Jahre später: 1897. Zu der Zeit war es das luxuriöseste Haus außerhalb von Perth. Das erste Gebäude mit elektrischem Licht und Frischwasser in allen Zimmern. Das war in Kalgoorlie keine Selbstverständlichkeit, aber bereits 1903 war die über 500 Kilometer lange Wasserpipeline fertig nach Perth. Was für eine Geschwindigkeit, was für Leistungen — und das damals, mitten in der Wüste, im Outback!

Und so nehme ich heute genüsslich eine heiße Dusche: Bei +44 Grad draußen hat auch das kalte Wasser satte 40 Grad. Aber historisch? Da klingeln die Glocken. Und tatsächlich: innen eher Shabby Chic, heute. Brekkie? Nein, kein Frühstück im Angebot. Trotzdem: in den alten Wänden zu sein, hat was.

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Abends am Lake Pink bei Esperance

Früher sah er wie ein Kaugummi in Pink aus, an der Straße entlang der fantastischen Strände bei Esperance. Im Licht der untergehenden Sonne lässt sich noch ein Rosa erahnen, denn mit dem Abbau des Meersalzes hat sich die Salzkonzentration verringert, die Farbe verschwindet.

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Unterwegs auf Farmland entlang des Rabbit-Proof Fence

Vor über 100 Jahren angelegt, sollte er in Western Australia verhindern, dass sich die Kaninchen auf Farmland weiter ausbreiten. Auch heute noch sind an vielen Stellen Elemente der drei Teilzäune sichtbar, die mit enormem Aufwand einmal eine Gesamtlänge von über 3.000 Kilometern erreichten.

Wir fahren auf den diagonalen Nebenstrecken entlang des Zauns in Richtung Esperance und genießen die Ruhe des weitläufigen Farmlands.