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Von Kalgoorlie zurück in den Süden

Der Toyo stand wieder zwei Tage in der Werkstatt: vollständigen Service, unter anderem Bremsscheiben und Beläge vorne und hinten ersetzen. Über 2.300 Dollar. Dafür verbrachte ich in Kalgoorlie nun mittlerweile knapp neun Tage mitunter in dem Palace Hotel — und bin standhaft nicht dem Goldrausch verfallen!

Dabei gibt es genügend Möglichkeiten, hier tiefer einzutauchen. Die Museen und natürlich die Super Pit, die große Mine. Die hatten wir uns beim letzten Stop vor neun Monaten bereits angesehen: 3,5 Kilometer lang, 600 Meter tief. Gigantisch! Um die 14 Tonnen Gold werden hier jedes Jahr ausgegraben — in den besten Jahren auch fast das Doppelte. Wer hat hier zuerst Gold gefunden? Genau, Paddy Hannan: das war 1893. Habt Ihr ja bereits im letzten Blog gelesen.

Heute wird nochmal ordentlich eingekauft, denn ab jetzt geht es eine Woche lang gut 3.000 Kilometer an der Küste entlang Richtung Osten, ein paar kleine Abstecher sind eingeplant. Denn es gibt auch hier ein paar interessante Dinge anzusehen: Lasst Euch überraschen!

So bin ich im letzten Licht der Sonne wieder auf dem Highway Richtung Süden unterwegs bei nur noch 34 Grad, entschleunigt, gemütlich. Mit offenen Fenstern, den Duft der Eukalyptusbäume und die langen Schatten genießen.

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Wieder in Kalgoorlie: Das Palace Hotel

In den letzten Tagen ist endlich die Bullbar am Toyo fertig geworden, die Scheinwerfer sind an neuer Position montiert. Auch die Dämmplatte unter der Motorhaube ist wieder fixiert. Zum offiziellen Service bin ich nun wieder in Kalgoorlie bei Toyota. Die einzige Werkstatt, die einen Service-Termin noch im März anbieten konnte. Gebucht hatte ich freilich bereits Anfang Februar aus Deutschland. Dort kann ich den 4WD auch gleich waschen und aussaugen.

Um das Fahrzeug auszuräumen, habe ich für die Zeit wieder ein Hotel gebucht: das Palace Hotel in der Hannan Street, die über 3 Kilometer lang ist und an welcher die meisten alten Gebäude liegen. Benannt ist die Straße nach Paddy Hannan, der hier 1893 Gold fand. Das historische Hotel liegt im Herzen Kalgoorlies und öffnete nur vier Jahre später: 1897. Zu der Zeit war es das luxuriöseste Haus außerhalb von Perth. Das erste Gebäude mit elektrischem Licht und Frischwasser in allen Zimmern. Das war in Kalgoorlie keine Selbstverständlichkeit, aber bereits 1903 war die über 500 Kilometer lange Wasserpipeline fertig nach Perth. Was für eine Geschwindigkeit, was für Leistungen — und das damals, mitten in der Wüste, im Outback!

Und so nehme ich heute genüsslich eine heiße Dusche: Bei +44 Grad draußen hat auch das kalte Wasser satte 40 Grad. Aber historisch? Da klingeln die Glocken. Und tatsächlich: innen eher Shabby Chic, heute. Brekkie? Nein, kein Frühstück im Angebot. Trotzdem: in den alten Wänden zu sein, hat was.